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Kurioses

"Bin oben"

Karl Stocker war 1994 mit der Gestaltung der Landesausstellung "Wallfahrt - Wege zur Kraft" beschäftigt.

Eine große Herausforderung war die Beschaffung der Ausstellungsgegenstände, die aus ganz Europa herbeigeschafft wurden. Unter anderem wollte er unbedingt die schwarze Madonna aus der kleinen Seitenkapelle der Kirche in Pöllau ausstellen.

Karl Stocker bat also den Pfarrer darum, das wertvolle Stück für die Ausstellung im 2. Stock des Schlosses ausborgen zu dürfen. Das war natürlich für unseren Pfarrer kein Problem, er ließ die Mutter Gottes in die Ausstellung bringen und befestigte an ihrem alten Standplatz kurzer Hand ein Schild mit der Aufschrift "Bin oben!".

Die Ruckwurst - eine Wurst mit Persönlichkeitsstörung

Ein kulinarisches Urgestein aus dem Pöllauer Tal ist die Ruckwurst. Das milde Aroma zeichnet diese luftgetrocknete Delikatesse im Besonderen aus. Nach alt überlieferten Erzählungen der einheimischen Bauern wird die Ruckwurst auch heute noch so produziert wie vor Jahrhunderten.

Aber, die Ruckwurst ist keine Wurst!
Oft schon ist es vorgekommen, dass Gäste im Pöllauer Tal eine Ruckwurst-Jause bestellt haben, und dann sehr erstaunt den Wirt gefragt haben, ob ihre Bestellung verwechselt wurde. Das war nicht der Fall, denn die Ruckwurst ist ein überaus zartes Stück vom Schweinerücken, das gut gewürzt und luftgetrocknet wurde. Es handelt sich also nach der Mundart um eine "Wurst vom (Schweine-)Ruck'n".
Auch wenn diese Wurst eine leichte "Persönlichkeitsstörung" hat, schmeckt sie doch hervorragend und ist überaus empfehlenswert. Verkosten können Sie diese Delikatesse in der Fleischerei Buchberger oder bei unseren Buschenschänken und Gastwirten.

Der faule Storch von Pöllau

Am Hauptplatz in Pöllau befindet sich auf einem der historischen Häuser ein großes Nest, das jedes Jahr im Frühling von einem Storchenpaar aufgesucht, geputzt und bewohnt wird. Fast jedes Jahr sorgt dieses Storchenpaar auch für eigenen Nachwuchs.

Störche sind sehr treue Tiere. Doch wenn es im Herbst für die Tiere an die Reise Richtung Süden geht, hört es sich bei einem unserer Störche mit der Liebe auf! Er fliegt lediglich bis in die nahe gelegene Vogelaufzuchtstation und lässt seine Partnerin alleine ziehen. Ob der Storch seinen "Freiraum" benötigt und über den Winter sein eigenes Leben führen will oder ob er einfach zu faul ist nach Afrika zu fliegen, konnte leider noch nicht geklärt werden.



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