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Der Markt Pöllau mit Schloss und Pfarrkirche St. Veit - der "Steirische Petersdom" |
Der Ortsname Pöllau wurde 1163 erstmals genannt und bedeutet "Feld, breite Talmulde".
Durch die geographisch günstige Lage am Schnittpunkt wichtiger Handelswege entwickelte sich Pöllau zum Handwerks- und Handelsort. So wurde Pöllau im 13. Jahrhundert planmäßig erweitert, wodurch der Hauptplatz mit seiner Regelmäßigkeit entstand. Die Nordseite des Pöllauer Hauptplatzes wurde nicht verbaut, sondern direkt an die Burg und das spätere Chorherrenstift angeschlossen.
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Hans von Neuberg, im Jahre 1482 der Besitzer der Burg Pöllau und des Marktes, bestimmte in seinem Testament die Burg Pöllau nach seinem Tode als Sitz eines Augustiner-Chorherrenstiftes umzuwidmen. 1504 gelang es schließlich Christoph von St. Georgen-Pösing, dem Mann seiner Schwester Elisabeth, das Augustiner Chorherrenstift in Pöllau zu gründen. Am 21. September 1504 zogen acht Chorherren unter Probst Ulrich von Vorau nach Pöllau um dort das klösterliche Leben zu beginnen.
Probst Michael Josef Maister begann 1677 mit dem Neubau des gesamten Stiftsareals. Zunächst wurde der Getreidespeicher (die heutige Schule am Schulplatz erneuert), danach ein neues Meierhaus errichtet und am Hauptplatz 1681 die Mariensäule errichtet. Nach dem Tod Maisters wurde Probst Ortenhofen zum "Baumeister" in Pöllau. Mit der Errichtung des Hochaltars 1779 in der neuen Kirche in Pöllau wurden die Bauarbeiten nach mehr als einem Jahrhundert abgeschlossen.
Bereits sechs Jahre nach der Vollendung des Stiftsgebäudes im Jahr 1785 wurde das Augustiner Chorherrenstift in Pöllau aufgehoben und das gesamte Gebäude bis auf den Osttrakt und die Kirche der Staatsherrschaft übergeben.
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Die Marktgemeinde Pöllau hatte sich unterdessen zu einem stattlichen Markt entwickelt. Handwerk und Handel wurden wesentliche Säulen der Wirtschaft.
Das ehemalige Augustiner Chorherrenstift wird heute als "Schloss" bezeichnet. Wie zur Zeit der Chorherren ist es noch immer ein Ort, von dem Entwicklungen ausgehen, ein Ort an dem gelehrt und gelernt wird, ein Ort des geistlichen Zentrums. Hier ist zB die Musikschule Pöllau-Vorau-Joglland beheimatet, deren Schüler im In- und Ausland durch ihr Können bekannt sind. Die Kernstockkapelle hat ihren Sitz und ihre Proberäume im Schloss. Sie ist als beste Kapelle Österreichs ausgezeichnet worden. Eine Schule, Seminar- und Ausstellungsräume laden zum Bilden und Weiterbilden ein. Der Freskensaal bietet für viele Anlässe eine festliche und stimmungsvolle Kulisse. So wird hier beispielsweise immer am Rosenmontag der traditionelle Schlossball gefeiert. Das Tourismusbüro ist ebenfalls im Schloss untergebracht. Hier erhalten Sie alle Informationen über die Region und den Naturpark Pöllauer Tal.
Eisessen im historischen Markt |
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Der Markt Pöllau hat sich schon bald nach seiner Gründung im 12. Jahrhundert zu einem wichtigen und wohlhabenden Handwerks- und Handelsort etabliert. Deutlich zu sehen ist dies auch an der Bauweise der historischen Gebäude: reich geschmückte Fassaden, schmiedeeiserne Balkone und liebevolle Holzarbeiten an Fenstern und Vorbauten prägen das Aussehen des Ortskerns. Die über Jahrhunderte entstandene Struktur an Klein- und Familienbetrieben im Handwerk und Gewerbe ist bis heute erhalten. Genießen Sie also im gemütlichen Innenhof der Konditorei Ebner echte Pöllauer Lebkuchen. Der Schuster von nebenan repariert noch Ihre Schuhe und die Fleischhauereien erstehen die Tiere selbst bei den Bauern der Umgebung. Am besten lässt sich das Treiben am Markt von einem Gastgarten aus beobachten. |
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Stifts- und Pfarrkirche St. Veit
Inmitten des Ortes erhebt sich das heutige Schloss und einstige Augustiner Chorherrenstift. Das fast 300-jährige Wirken der Chorherren hat Pöllau zum geistigen, kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkt des Pöllauer Tales gemacht.
Entdecken Sie selbst die Grundmauern der ehemaligen Wasserburg, auf denen das neue Stiftsgebäude im 17. Jahrhundert errichtet wurde. Die Kirche ist dem heiligen Veit geweiht ein äußerst vielseitiger Patron, der unter anderem auch den Gastwirten helfen soll.
Die Erbauer der Kirche haben den Grundriss und den mächtigen Kuppelbau dem Petersdom in Rom nachempfunden - im Volksmund wird das Bauwerk deshalb oft als "Steirischer Petersdom" bezeichnet.
Im Innenraum sind auf den Fresken sowohl biblische Darstellungen, als auch Blumen und Naturmotive zu sehen. Der Künstler hat sich offenbar von seiner unmittelbaren Umgebung inspirieren lassen. |
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Wussten Sie schon?
- 1504: In den Räumlichkeiten einer Wasserburg aus dem 12. Jhdt. wird das Pöllauer Chorherrenstift gegründet.
- 1669 - 1696: Probst Michael Josef Maister beginnt den Neubau der Stiftsanlage.
- ab 1700: Der Pöllauer Baupolier Remigius Horner erbaut nach Plänen von Domenico Sciassia die neue Kirche.
- ab 1712: Matthias von Görz, ein Zögling von Probst Maister, gestaltet die Kirche mit 9.120 m2 Fresken aus.
- 1785: Das Stift wird durch Josef II. aufgehoben.
- 1975: Raimund Ochabauer wird Pfarrer von Pöllau und beginnt mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen.
- Das Schloss ist im Besitz der Marktgemeinde Pöllau und beheimatet Ausstellungen, u.a.m.
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Ein Kirchenführer ist im Tourismusbüro um € 2,90 erhältlich.
Pfarre Pöllau |
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