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Wunder der Natur

September 2007: Erntezeit - Zeit der Betriebsamkeit
Langsam verfärben sich die Blätter der Bäume - ein sicheres Zeichen, dass der Herbst Einzug hält. Die Zeit der Ernte ist gekommen und damit eine Zeit der Arbeit für die Bauern. Gerade beginnt die Obsternte. Die Bauern klauben das Obst unter den Streuobstbäumen zusammen und bringen es zu den Obstpressen in der Region. Hier wird das Obst zuerst gewaschen, dann gehäckselt und schließlich fein säuberlich geschichtet gepresst. Der Saft fließt dann in Strömen aus den Tüchern und schließlich in die Behälter. Es liegt nun an den Bauern, ob sie den Saft weiter zu Most vergären, oder als Saft in Flaschen abfüllen.
Es lohnt sich, einmal eine Obstpresserei zu besuchen und bei der Arbeit zu zuschauen. Und ein Glas frisch gepresster Süßmost ist eine wirkliche Gaumenfreude!

Tipp: Fahren Sie einfach zu einer unserer Obstpressen und holen Sie sich frisch gepressten Apfel- oder Hirschbirnensüßmost!



August 2007: Nicht Pflanze, nicht Tier, sondern ein Pilz
Pilze wurden lange Zeit zum Reich der Pflanzen gezählt. Allerdings sind sie weder Pflanze noch sind sie Tier. Sie sind eine komplett eigene Spezies und daher von großer ökologischer Bedeutung.
Die Pilze sind aber nicht nur von großer Bedeutung für den Naturhaushalt, sondern auch für den Haushalt so mancher geübten "Schwammerlsucher bzw. -finder". In diesen Tagen kann man sie überall im Wald sehen: Mit gesenktem Blick und mäßigem Tempo wandern sie systematisch ganze Waldstücke kreuz und quer ab und werden dabei oft fündig: Eierschwammerl, Herrenpilze, Edelreizker, Parasol & Co. Auf diese Weise kann man sich nicht nur wunderbar entspannen und die frische Luft genießen, sondern auch eine schöne Mahlzeit selbst auf den Tisch zaubern.
Wichtig ist nur sicherzustellen, dass man keinen giftigen Pilz im Korb mit nach Hause trägt, wie z.B. diesen wunderschönen Fliegenpilz!

Tipp: Die Gastwirte im Naturpark Pöllauer Tal bieten zur Zeit sehr schmackhafte Pilzgerichte aus heimischen Pilzen an.



Juli 2007: Gänseblümchenblätter mit Ziegenkäse und gerösteten Walnusskernen
2 Hände voll Gänseblümchen-Blattrosetten

Dressing:
2 Teelöffel Balsamicoessig
1 Esslöffel Walnussöl
1 Prise Salz

4 Walnusskerne
Ziegenschnittkäse oder würziger Hartkäse
10 Gänseblümchenblüten

Die Blattrosetten waschen und Wurzelansätze entfernen. Die Blätter auf einem Teller locker anrichten.
Die Zutaten zu einem Dressing vermischen, unter die Blätter rühren und eine Stunde ziehen lassen. Die Walnusskerne zerkleinern und darunter mischen. Den Käse über den Salat hobeln und alles mit den weißen Blütenzungen der Gänseblümchenblüten dekorieren.
Unser Tipp: Die Gänseblümchenblätter lassen sich immer am besten als ganze Blattrosetten sammeln. Dabei sticht man am einfachsten die Blattrosetten kurz unter der Erdoberfläche mit einem kleinen Küchenmesser ab.



Mai 2007: Geballte Kraft aus dem Boden - der Adlerfarn
Wenn Farne im Frühjahr ihre Wedel ausrollen ist dies ein spannendes und hübsches Schauspiel. Dieser Adlerfarn scheint die gesamte Kraft des Bodens in sich zusammengeballt zu haben, um sie schließlich frei zu lassen. Der Adlerfarn besitzt ein im Boden kriechendes, verzweigtes Rhizom, das sehr groß und alt werden kann. Anhand dieser unterirdischen Sprosse kann das Alter einer Pflanze nachgewiesen werden. In Finnland wurden Sprosslängen bis über 60 Meter gemessen, die ein Alter von bis zu 1.500 Jahren haben.
Alle Teile des Adlerfarns gelten als giftig und krebserregend. Trotzdem werden besonders behandelte und eingelegte junge Sprosse in Japan als Gemüse zu Reis gegessen. Von einer Nachahmung wird aber dringend abgeraten!!

Beim nächsten Wunder der Natur werden wir Ihnen eine besonders schmackhafte Wildpflanze mit Rezept vorstellen.



April 2007: Kleines Knabenkraut (Orchis morio) - "eine feine Dame auf der Muhrwiese"

In diesen Tagen findet auf der Wiese oberhalb des Buschenschanks Muhr (Gemeinde Schönegg) ein ganz besonderes Naturschauspiel statt: Hier blüht das "Kleine Knabenkraut" - eine besondere Zierde für diese steile und magere Wiese.

Das Kleine Knabenkraut ist eine kleine aber stämmige Pflanze mit stumpfen und ungefleckten Laubblättern. Der Blütenstand ist nicht besonders dicht und reichblütig (ca. 5-25 Blüten). Die Blüten variieren in der Farbe von dunkelrot über purpurviolett bis hin zu rosa und weiß. Die Blütenblätter sind typisch grün geadert und bilden ein aufgelockertes Helmchen. Der bevorzugte Standort des Kleinen Knabenkrauts sind mäßig trockene bis wechselfeuchte, meist bodensaure Magerwiesen, Streuobstwiesen, aber auch lichte Wälder der collinen bis montanen Stufe (max. 1800 m Seehöhe). Es wächst bevorzugt auf landwirtschaftlich nutzbaren Flächen und ist seit der Einführung von künstlichen Düngemitteln in extrem starkem Rückgang begriffen. Die Verbreitung ist heute lückenhaft und die Gesamtsituation kritisch. Zu einer Verbesserung der Situation tragen Extensivierungsmaßnahmen (Wiesen und Weiden) und Entbuschung aufgegebener Flächen bei.

(Text: Wilfling, A. & Möslinger, M., (2005): Biodiversität im Naturpark Pöllauer Tal.)


Achtung:
Bitte nicht pflücken oder ausgraben, das Knabenkraut steht auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen und befindet sich unter Naturschutz!


April 2007: Die Hirschbirne blüht!
Durch das warme und sonnige Wetter blühen bereits sämtliche Obstbäume im Naturpark Pöllauer Tal. Darunter natürlich auch die Hirschbirne. Es handelt sich dabei um eine alte steirische Birnbaumsorte, deren Namen auf das Wort "Herbst" zurück zu führen ist. Größere Bestände sind noch im Naturpark Pöllauer Tal erhalten und diese stehen nun in voller Blüte. Besonders gut kann man dieses Naturschauspiel auf dem Hirschbirnenwanderweg erleben, der vorbei an Hirschbirnenbaumalleen und Streuobstwiesen führt. Die vielfältigen Köstlichkeiten die aus der Hirschbirne gewonnen werden, können Sie nach der Wanderung bei unseren Gastwirten oder Buschenschänken verkosten.



März 2007: Mondfinsternis im Naturpark Pöllauer Tal
Nur in wenigen Regionen Österreichs war die totale Mondfinsternis am Samstag, den 3.3.2007 gut zu sehen. Im Naturpark Pöllauer Tal konnte man in einer sternenklaren und stürmischen Nacht die totale Finsternis um 00:21 gut beobachten.

Jänner 2007: Der Winter steht Kopf!
Normalerweise sollten wir Ihnen zu dieser Zeit die Pracht der Eisblumen am Fenster vorstellen, doch der Winter steht dieses Jahr Kopf. Die ersten Frühlingsboten blühen bereits, wie diese Schlüsselblume am Rabenwald, auch die Temperaturen sind sehr frühlingshaft. Viele Menschen nutzen dieses Wetter für ausgiebige Wanderungen im Naturpark Pöllauer Tal. Lassen wir uns überraschen, ob der Winter nochmal seine Kraft entwickelt oder weiter der Frühling Einzug hält.




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