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Der Baum

Pöllauer Hirschbirne g.U.


Hirschbirnen-Bäume werden und wurden in Baumreihen auf Streuobstwiesen und nicht als Spindelkultur in Plantagen gepflanzt.

Hirschbirnbaum ©Grasser Markus

Hirschbirnbäume haben eine kugelige bis hochkugelige (eichenförmige) Krone und erreichen im Mittel 10,8 m, die höchsten werden ca. 16 m hoch.

Die dicksten Bäume erreichen einen Umfang von 360-400 cm. Ein 100-jähriger Baum hat im Mittel bereits einen Durchmesser von 62 cm. Hirschbirnenbäume können bis zu 200 Jahre alt werden.

Das „ideale Blatt“ ist 73,4 mm lang und 46,5 mm breit. Die Blattstiellänge beträgt 30,3 mm. Die Blätter sind v.a. unterseits stark behaart.

Das Pflanzmaterial muss von den Produzenten der Pöllauer Hirschbirne g.U. entweder selbst gezogen oder von registrierten Baumschulen zugekauft werden. Von den Lieferanten darf nur Material aus dem geografischen Gebiet samt Ursprungsnachweis (Zertifikat, Rechnung) ausgeliefert werden. Wie alle Birnensorten kann auch die Pöllauer Hirschbirne g.U. nicht aus Samen vermehrt werden. Daher ist es erforderlich, Unterlagen (Wurzelbildner) zu ziehen, auf die dann Edelreiser der Hirschbirne veredelt werden. Nur auf diese Weise bleiben alle Eigenschaften der Hirschbirne erhalten. Die Unterlagen müssen aus Kernen von Früchten von Wildbirnenbäumen (Holzbirnen) bzw. geeigneten (kleinfrüchtigen) Mostbirnenbäumen aus dem geografischen Gebiet gezogen werden. Die benötigten Kerne werden aus Holzbirnen oder nach dem Pressen von Mostbirnen durch Aussieben der Trester gewonnen. Die Edelreiser bzw. das Okuliermaterial müssen entweder von Mutterbäumen der Baumschulen oder von ausgesuchten gesunden Bäumen landwirtschaftlicher Betriebe jeweils aus dem geografischen Gebiet stammen. Die Pflanzung der Pöllauer Hirschbirnbäume g.U. soll nach der im Streuobstbau üblichen Praxis bevorzugt im Herbst durchgeführt werden.

Hirschbirnen im Korb ©Helmut Schweighofer

Ab dem Alter von etwa 12,5 Jahren setzt durchschnittlich ein nennenswerter Ertrag ein.

Der Großteil der Hirschbirnenbäume trägt zumeist nur jedes zweite Jahr Früchte, dies wirkt sich auf den Ernteertrag aus. Dabei werden in einem Vollerntejahr im Mittel 592 kg geerntet (berücksichtigt man die Alternanz ergibt sich ein Ertrag von ca. 300 kg jährlich). Besonders ergiebige Einzelernten großer Bäume können bis zu 1.500 kg/Jahr erbringen.

Wusstest du schon, dass…

… die Pöllauer Hirschbirne g.U. von der EU als geschützte Ursprungsbezeichnung ausgezeichnet wurde

und das EU-Gütezeichen „g.U.“ garantiert, dass die Erzeugung, Verarbeitung und Herstellung eines Erzeugnisses in einem bestimmten geografischen Gebiet nach einem anerkannten und festgelegten Verfahren erfolgt ist.

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